Die Exkursion des Studiengangs BM 2/15 zum Tropical Islands

Im Rahmen der Seminarkurse Finanzcontrolling und Innovationsfinanzierung besuchten am 21.11.16 die Studenten und Studentinnen des Studiengangs Business Management (Finanzmanagement/Rechnungswesen) der TH Wildau gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Brunsch das Tropenparadies Tropical Islands. Im Mittelpunkt standen die Betriebsführung sowie der Überblick über das betriebliche Controlling. Ermöglicht würde der einmalige Einblick durch das Corporate Finance Institute Wildau e. V.

Die ehemalige Cargolifter-Werfthalle öffnete als Tropical Islands bereits 2004 nach einem umfangreichen Umbauprozess die Tore. Das Besondere am Tropical Islands ist der Indoor-Regenwald und die zahlreichen tropischen Pflanzen. Mit einem 24 Stunden Betrieb und bis zu 6000 Gästen am Tag ist die optimale Organisation eine der wichtigsten Anforderungen an das Unternehmen.

Kurz vor 9 Uhr angekommen in Krausnick wurde uns der erste Einblick gewährt. Am Anfang erfuhren wir den geschichtlichen Hintergrund über die Entwicklung und Nutzung der ursprünglichen Luftschiffhalle und danach begann die „Entdeckertour“ durch die Tropen. Vorbei an der Bali-Lagune mit Wasserfällen, Strömungskanälen und Whirlpools ging es durch das Tropendorf weiter zum Rutschenparadies. Anschließend ging es zur Südsee und durch den Regenwald, der mit 50.000 zum Teil seltenen Pflanzen das Herzstück des Domes bildet. Weiterhin konnten wir noch von außen einen kurzen Blick auf das 10.000 m² große Saunadorf werfen. Am Ende der Führung ging es noch hinaus in den erst vor wenigen Monaten eröffneten Außenbereich Amazonia.

Nach der freundlichen und umfassenden Führung durch den Dome empfing uns der CFO, Herr Zumkley, in dem zum Tropenparadies vergleichbar kühlen Konferenzraum. Er gab uns eine detaillierte Einsicht in die strategische Positionierung sowie die geplante Entwicklung des Unternehmens. Dabei wurde uns die Komplexität des Vorhabens und geplante Ausbau weiterer Übernachtungsmöglichkeiten bewusst. Als sehr interessant empfanden die Studenten die verwendeten Contollingtools mit ihren bedeutenden Vorteilen für den Finanzbereich. So zum Beispiel ermöglicht QlikView nicht nur Controllern die benötigten Daten abzurufen, sondern es stellt die Verknüpfung aller Bereiche miteinander dar. Vom Abruf des Wetters, was für die Einstellung der Temperaturen im Dome entscheidend ist, bis hin zur Auswertung wann entsprechend der Besucheranzahl die Restaurants eine neue Bestellung der Waren benötigen. Des Weiteren gab Herr Zumkley einen Überblick über die Anforderungsprämissen für die Tätigkeiten des Controllers, dadurch wurde den Studenten ein realitätsnahes Berufsbild aufgezeigt. Besonders die soziale Kompetenz und Teamfähigkeit gelten als wichtige Anforderungen. Abschließend wurden seitens der Studenten zahlreiche Fragen gestellt, besonders der künftige Ausbau des gesamten Tropical Islands Geländes sorgte für großes Interesse und Diskussion.

Die Studenten und Studentinnen bedanken sich für die einzigartige Möglichkeit bei Herrn Prof. Dr. Brunsch sowie des CFIW e.V. für die Organisation und Durchführung und bei Herrn Maik H. Lais von der Firma SWOT Controlling GmbH für den Kontakt zu Herrn Zumkley. Des Weiteren gilt der Dank an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Tropical Islands und im Speziellen an Herrn Zumkley für den interessanten Vortrag.

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Bericht über die Exkursion in die Unternehmung Classen-Industries GmbH

Die Exkursion fand im Rahmen der Lehrveranstaltung Innovationsfinanzierung am 01.10.2015 statt.

Innovationen sind wichtig für die volkswirtschaftliche Entwicklung in der Marktwirtschaft. Durch sie werden traditionelle Märkte stimuliert und Spitzentechnologien vorangetrieben. Sei es nun für ganz Deutschland oder auf die einzelnen Bundesländer betrachtet: kleine und mittelständische Unternehmen, welche sich technologieorientiert aufgestellt haben, sind unverzichtbar für jeden Wirtschaftsstandort.

Dabei machen viele verschiede Faktoren die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes aus. Neben den ansässigen Unternehmen, der Infrastruktur und den regulatorischen Bedingungen des Landes spielen auch die Umweltbedingungen und Kooperationen sowie Austauschmöglichkeiten mit anderen Marktteilnehmen als auch Forschungseinrichtungen eine entscheidende Rolle.

So werden auch an unserem Wirtschaftsstandort Brandenburg Kooperationen von Technologieunternehmen mit der Wissenschaft gepflegt und dementsprechend findet auch ein Austausch zwischen den Forschungs- und Lehreinrichtungen wie Hochschulen oder Universitäten mit technologieorientierten Unternehmen statt. Davon profitieren beide Seiten, sowohl die Unternehmen, welche durch solche Verbindungen effektiv auf sich aufmerksam machen können, zum Teil auch Öffentlichkeitsarbeit leisten, bis hin zur Eigenwerbung, beispielsweise um junge und hochqualifizierte Fachkräfte von sich überzeugen zu können.

Die Forschungs- und Bildungseinrichtungen auf der anderen Seite profitieren ebenfalls dadurch, denn sie erhalten einen stetigen „Input“ aus der Praxis, welcher den Studierenden in den unterschiedlichsten Fächern zugute kommt. Dadurch erfahren sie neben der Theorie eine praxisnahe Ausbildung, was neben weiteren Faktoren ein wichtige Basis für erfolgreiche Bewerbung auf den Arbeitsmarkt darstellt.

Im Rahmen des Faches Innovationsfinanzierung an der Technischen Hochschule Wildau konnte der Masterkurs „Business Management“ im Oktober 2015 ein solches größeres Unternehmen besichtigen. Die Classen-Industries GmbH in Baruth (Mark) gewährte uns einen Besuch an Ihrem Standort und das war verbunden mit einer ausgiebigen Führung durch den gesamten Betrieb. Dadurch wurde den Besuchern die Möglichkeit eröffnet, eine Großproduktion mal „live“ zu erleben und sich vor Ort einen eigenen Eindruck von einem hoch industrialisierten Unternehmen mit modernster Produktionstechnik in der Massenfertigung zu verschaffen.

Die Classen-Industries GmbH in Baruth (Tochter der W. CLASSEN GmbH & Co. KG) ist auf Laminatböden und Designbodenbeläge spezialisiert. Die Produktionskapazität des Werkes in Baruth beträgt 70 Mio. m² Laminatfußboden jährlich. Damit gehört das Unternehmen zu den führenden Laminatherstellunternehmen in Europa. Hier findet die modernste Technik auf diesem Gebiet Anwendung und ist durch eine permanente Innovation charakterisiert einschließlich dem Vertriebssystem.

Laminatfußboden aus Brandenburg wird aus einheimischen Rohstoffen hergestellt, komplett am Standort Baruth produziert und in die ganze Welt exportiert. Von China, über Russland, den ehemaligen Ostblock, Frankreich bis hin in die USA wird der Laminatfußboden geliefert. Aufgrund der hochwertigen Qualität sind die Produkte so erfolgreich, dass sie sich gegen die Mitbewerber durchsetzen.

Die Besichtigung bestätigte, dass wir uns in einem hochtechnisierten, effizient und effektiv arbeitenden Unternehmen befanden.  Das Tempo der ablaufenden Produktions- und Logistikprozesse beeindruckte uns stark. Die Innovation im Unternehmen wird durch neue Beschichtungsverfahren mittels Digitaldruck und industrialisierten Design sichtbar.

Nach Aussagen der Unternehmensmitarbeiter sind viele der genutzten Verfahren einzigartig und marktführend. Sie wurden fast alle selbstständig aufgrund langjähriger Erfahrung und Forschung im Unternehmen entwickelt, so dass das Unternehmen verschiedenste Patente hält.

Das bringt die Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes Brandenburg zum Ausdruck, da solche Unternehmen sich hier niederlassen und potentielle Interessenten  attraktive Standortfaktoren vorfinden. Dazu gehören eine ausgebaute und weit entwickelte Infrastruktur, viele ansässige technologieorientierte KMUs, wie beispielsweise Maschinen- und Anlagenbauer, Produktionsunternehmen als auch Biotech und Elektronikhersteller. Nicht zuletzt profitieren diese Unternehmen von dem guten  Förderklima in Brandenburg und von der Nähe zu Berlin.

Abschließend ist zu sagen, dass der Besuch einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, auch wenn das Unternehmen unter den Studenten kaum bekannt war. Durch diesen Praxisbesuch erhielten die Studenten Kenntnisse wozu Innovationsfinanzierungen in Unternehmen führen können.

Für diese Möglichkeit der Unternehmensbesichtigung bedanken sich alle Studenten des Studienganges Business Management – Finanzmanagement / Rechnungswesen bei Herrn Prof. Dr. Brunsch, der im Rahmen des Corporate Finance Institutes Wildau e.V. (CFIW) diese Exkursion organisierte. Besonderer Dank gilt den beteiligten Mitarbeitern des Unternehmens Classen-Industries GmbH in Baruth (Mark) insbesondere dem Geschäftsführer Herrn Carsten Buhlmann für die hervorragende Organisation und Führung dieser Veranstaltung.

Seminargruppe BM2-14

Studenten des Masterstudienganges Business Management an der TH Wildau beim Besuch von Classen-Industries (Baruth/Mark)

Praxisunterricht mal anders: Die Exkursion der BM2/13 am 03.06.2014 zur
Chemie- und Tankanlagenbau Reuther GmbH

Im Rahmen der Lehrveranstaltung von Prof. Dr. Lothar Brunsch im Fach Finanzmanagement wurde dem Kurs der BM2/13 die Möglichkeit geboten, das Unternehmen  Reuther Chemie-und Tankanlagenbau in Fürstenwalde zu besichtigen. Mit freundlicher Unterstützung des Corporate Finance Institut Wildau e.V. (CFIW), insbesondere durch das Engagement von Dr. Carsten Schütz, wurde uns diese Betriebsbesichtigung ermöglicht.

Freundlichst wurden wir bei strahlendem Sonnenschein auf dem Firmengelände vom Geschäftsführer Finn Melgaard und Manfred Krause empfangen. Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in die Firmengeschichte konnten wir bestens gerüstet (entsprechend der geltenden deutschen Normen; Helmpflicht) den Weg in die Produktionshallen antreten.

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette nahmen wir den Arbeitsalltag der Mitarbeiter des Unternehmens in Augenschein. Sehr beeindruckt waren die meisten Studenten von der  exakten Materialplanung und –bearbeitung mit den einzelnen Hochleistungsmaschinen der Produktionsstätte (12 cm dicker Stahl kann hier gebogen werden!). Insgesamt war es sehr interessant zu sehen, welchen Beitrag das Technologieunternehmen Reuther für den Wirtschaftszweig der erneuerbaren Energien leistet. Jährlich werden in Fürstenwalde etwa 120 Türme für den nationalen und internationalen Bedarf an Windenergieanlagen produziert.

An dieser Stelle vielen Dank an Prof. Dr. Lothar Brunsch für sein Engagement und die Organisation der Exkursion und vielen Dank an das CFIW und dem Unternehmen Reuther, uns diese Einblicke ermöglicht zu haben.

Auf dem Bild zu sehen sind die Studenten der BM2/13 mit dem Geschäftsführer Finn Melgaard (6. von links), Manfred Krause (8. von rechts) und Prof. Dr. Lothar Brunsch (8. von links)

Sandra Wernicke, Ivonne Hoppe

Praxisunterricht mal anders: Die Exkursion der BM2/11 zur German Biofuels GmbH nach Pritzwalk-Falkenhagen

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Investitionsplanung ist die Seminargruppe BM2 / 11 der Technischen Hochschule Wildau, mit 12 Studenten und mit Herrn Prof. Dr. Brunsch, zu einem Praxisunterricht in die German Biofuels GmbH gereist. Ermöglicht hat uns dies das Corporate Finance Institut Wildau e.V., welches den Kontakt zur Geschäftsführung herstellte.

Der Weg nach Falkenhagen führte uns vom Hauptbahnhof Berlin, erst nach Wittenberge, weiter über Pritzwalk und schließlich bis ins Gewerbegebiet Pritzwalk-Falkenhagen. Die Deutsche Bahn ließ uns an diesem Morgen nicht im Stich und so betraten wir pünktlich gegen kurz nach 10 Uhr, das Gelände des Biodieselherstellers – der German Biofuels GmbH (GBF). Ein kurzer Empfang durch den Geschäftsführer Jörg Jacob (CEO) folgte, bevor es direkt weiter zur Betriebsbesichtigung ging.

Der Produktionsleiter Hr. Obst, sowie sein Stellvertreter Hr. Reimann erklärten uns in den folgenden anderthalb Stunden wie der Ablauf der Herstellung von Biodiesel von statten geht und welche Nebenprodukte bei diesem Verfahren entstehen. Angesichts des für uns neuen Verfahrens wünschten sich einige Studenten sie hätten im Chemieunterricht der 13. Klasse besser aufgepasst, aber nach ein paar veranschaulichenden Bildern und dem Besuch des angeschlossenen Labors war die Verfahrensweise klar und wir nun kleine Biodieselexperten. 130.000 t Biodiesel werden in Falkenhagen jährlich produziert, dazu kommen 44.000 t Rapsöl, 88.000 t Rapsexpeller (Rest des ausgepressten Rapses – für Futtermittel) und technisches Glycerin.

Soviel neues Wissen musste erstmal verdaut werden, dass ließ sich in der anschließenden Pause mit belegten Semmeln und Kaffee am Besten tun. Gestärkt ging es anschließend weiter mit der Vorstellung und einer kleinen Historie der German Biofuels GmbH, die bis zum März des Jahres 2011 noch EOP Diesel AG hieß. Herr Jacob erläuterte uns recht ausführlich wie es zur Insolvenz der ehemaligen AG kam und mit welcher Unterstützung und finanziellen Mitteln man hier einen Neuanfang gewagt hatte.

Mittlerweile wieder im Geschäft planen die Geschäftsführer nun den Bau einer Pharmaglycerinanlage, die zusätzliche Erträge generieren soll. Ähnlich wie die Studenten im Fach Investitionsplanung, wendet die German Biofuels GmbH die dynamischen Methoden der Investitionsrechnung an und berücksichtigt dabei die Unsicherheiten und Risiken. Einen weiteren Einblick bekamen wir durch den Controller Hr. Nowozin, der uns für die integrierte Erfolgsplanung typische, sensible Steuerungsgrößen anhand einiger Beispiele am Rechner vorführte. Die zahlreichen Fragen der Studenten und die lebhafte Diskussion machten deutlich, dass sich diese Exkursion sehr gut in das gesamte Lehrprogramm einfügt. Viele Studenten waren das erste Mal so konkret mit den technisch- ökonomischen Fragen in Berührung gekommen.

Der Zusammenhang zwischen technisch- technologischen Unternehmen und ihrer ökonomischen Reflexion (Rechnungswesen und Controlling) unter Nutzung moderner Rechentechnik wurden exzellent demonstriert. Ebenso wurden den Studenten die praktischen, persönlichen und theoretischen Anforderungen an die Qualifikation an einen Controller sehr nahe gebracht.

Claudia Uhlig

Beratung nach Maß

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